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Wir dachten, nachdem der Kauf vom Van abgeschlossen war, dass es unser größtes Chaos war. Zu früh gefreut. Aber ich will nicht spoilern, also werde ich dir nach und nach vom Kauf- und Zulassungschaos erzählen.

Wie das Chaos began?

Wir waren eigentlich dabei, sowohl Selketalstieg wie auch Harzer Hexenstieg zu wandern. Den Selketalstieg hatten wir schon abgebrochen, weil wir einige gesundheitliche und organisatorische Probleme hatten. Deshalb haben wir auch überhaupt nach Transportern gesucht und konnten Kandidaten ansehen. Der Harzer Hexenstieg kolidierte aber mit dem Vankauf. Denn Transporter waren und sind gefragt. Der Verkäufer meinte, dass er an den verkauft, der zuerst den Van bezahlt. Verständlich und es waren keine leeren Versprechungen. Einige Zeit nach unserem Kauf waren nämlich etliche Transporter verkauft. Sollten wir nun unseren Wanderurlaub für den Van auf den Kopf hauen?

Wie das Chaos seinen Lauf nahm?

Wir entschieden uns gegen den Fernweg und für den Van. Es war nicht nur der Vankauf, der gegen den Fernweg sprach, aber ein wichtiger Grund. Da die Abbruch-Entscheidung kurz vor Beginn gefallen ist, waren die meisten Unterkünfte nicht mehr stornierbar. Somit wurde der Fernweg zu Kurztrips in die Berge umgewandelt. Dadurch hatten wir immer nur ein paar Stunden bis höchstens anderthalb Tage zuhause – auch um den Van auf uns zuzulassen. Uns war bewusst, dass das knapp sein könnte, aber wir waren guter Dinge.

Mit Lichterketten geschmückter Transporter vor Bulli
Immer das Licht am Ende des Tunnels sehen. Mit der Tunnellänge hätten wir nicht gerechnet.

Wie das Chaos seinen Höhepunkt erreichte?

Nach einigen Kurztrips waren wir nervlich schon etwas angeschlagen, weil unser Hundezuwachs die Tagesausflüge nicht so gut wegsteckte, wie erhofft. Er war zu dem Zeitpunkt noch ein richtiger Heimscheißer und wollte nirgendwo anders pinkeln oder kacken. Aber wir waren nun sehr oft woanders und mussten mit dem Junghund durch seine Lernphase.

Der Transporter war bezahlt, also stand die Zulassung an, um beim letzten Tagestrip den Van mit nach Hause zu nehmen. Die richtige Adresse war beim Autohaus für das Schicken der Fahrzeugpapiere hinterlegt. Das Autohaus hatte alle notwendigen Papiere für die Zulassung unseres polnischen MANs vorliegen. So weit, so gut.

Lichterkette Papagei auf MAN TGE
So einfach wie das Anschalten einer Lichterkette – so, dachten wir, würde der Kauf ablaufen.

Sie schickten uns alles zu – an die Rechnungsadresse und nicht an die Lieferadresse. Beide Adressen lagen 150km auseinander. Wir hatten 36 Stunden für die Zulassung eingeplant und keine Nachricht, ob die Papiere nun an der Rechnungsadresse vorlagen. Nach einer anstrengenden Nacht waren wir bei der Lieferadresse angekommen. Also schon ein Stückchen weit weg von der Rechnungsadresse.

Augen zu und durch. Ich passte auf die Hunde auf, Daniel fuhr die Papiere holen. Nach anderthalb Stunden Fahrt mit Nervenkitzel „Sind die Papiere wirklich da?“ kam die Gewissheit. Die Fahrzeugpapiere lagen im Briefkasten. Daniel konnte sich mit Papieren auf den Rückweg machen. Wir jubelten, weil wir noch im Zeitplan waren.

Wie der Höhepunkt des Chaos getoppt wurde?

Der erste Tag der 36 Stunden, an dem wir uns die Zulassung des Vans vorgenommen hatten, war schon lange vorbei. Die Absprache mit dem Autohaus und das Papierholen dauerte bis zum zweiten Tag. Die Zulassungsstelle sollte nun in einigen Stunden schließen. Daniel fuhr also postwendend dort hin. Er legt freudestrahlend, weil wir doch noch in der knappen Zeit lagen, die Papiere dort vor.

„Das sind polnische Papiere. Die erkennen wir nicht an.“ „Ja, Dekra steht drauf. Erkennen wir nicht an.“ „Wir benötigen einen TÜV-Bericht oder sie stellen das Auto bei uns vor.“ Das Auto war aber 350km von unserem derzeitigen Standort entfernt. Wie sollten wir das in den paar Stunden zu der Zulassungsstelle bekommen, bevor die Feierabend machten?

MAN TGE 4x4 frontalbild
Wie sollten wir auch so ein Schiff mal schnell holen können?

Zum Glück war die Zulassungsstelle wumpe, bei der der Transporter vorgestellt werden musste. Somit riefen wir beim Autohaus an. So ein Problem kannten die nicht, aber fuhren den Transporter zu ihrer Zulassungsstelle, die zum Glück auch noch auf hatte. Kurz vor Feierarbend kam dann die Bestätigung, dass unser Van der Transporter der Papiere ist, endlich bei unserer Zulassungsstelle an. Ara wurde auf uns zugelassen.

Wenn das Chaos ein Ende nimmt?

Die Abholung war auch nicht einfach, aber die Spannung nahm endlich ein Ende. Wir fuhren mit zwei Autos, denn der Passat wurde eine Stunde vor Abholung des TGEs verkauft. Golf mit den Hunden besetzt und frisch gereinigter Passat machten sich auf den Weg in den Harz. Zwei Wanderungen und eine Übernachtung hatten wir noch vor uns. Dann rollten beide zum ersten Autohaus, bei dem Daniel den Passat wehmütig abgab. Nach einer Stunde stieg Daniel dann zu uns in den Golf ein. Wir fuhren Richtung Transporter-Autohaus. Der Van war zum Greifen nah. Nach nicht mal einer weiteren Stunde fuhren dann der rote MAN gefolgt vom silbernen VW Richtung Heimat. Willkommen zuhause, Ara!

Geschmmückte Autos für Twinkle Light Cruise
Aber nach all dem Nervenkitzel konnten wir dann Ara unser nennen.

„Wünsche & Vorstellungen“ folgt als nächster VLogBuch-Eintrag.

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