Momente mit dem eigenen Pferd festzuhalten, um die Erinnerungen auch als schöne Bilder zu besitzen, wünschen sich wohl einige. Wenn ich meine Bilder mit Pferden aus früheren Jahre ( zum Beispiel von meinem Pony mit den ganz alten Handys fotografiert) ansehe, lösen sie schöne Erinnerungen aus. Aber bei ein oder zwei hätte ich gern mehr von Fotografie verstanden. Denn sie lösen zwar angenehme Gedanken aus, aber den Moment, an den sie erinnern sollen, erfassen sie nicht ganz. Worauf hätte ich achten können?

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Auf den Fotografiewinkel Augenhöhe achten

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Größere Brennweite hilft dir bildfüllend weiter entfernt zu arbeiten.

Für deine Bilder solltest du nicht starr bleiben. Augenhöhe wirkt bei jedem Tierbild ansprechend. Bei einem Pony wie bei großen Hunden fotografiere ich aus der Hocke (auch wenn ich kleiner bin und auch schon fast im Stehen fotografieren könnte). Für ein Pferd klettere ich auch mal auf eine Leiter oder einen Baum. Bei Tieren, die größer als du sind, kannst du auch ein paar Schritte zurückgehen. Dadurch füllt es zwar das Bild weniger, aber du fotografierst weniger von unten nach oben. Natürlich ist die Augenhöhe nicht der einzige Winkel für schöne Pferdebilder. Aber sich am Anfang daran zu halten, hilft dir, ansprechende Bilder zu kreiren.

Posieren vs. natürliches Verhalten

Dein Pferd passend in die Linienführung der Umgebung zu stellen oder andere Fotografieregeln zu beachten, kann verleitend sein. Aber zu Anfang erschwert es, schöne Erinnerungen zu erschaffen. Denn du achtest auf die richtige Kameraeinstellung, auf die Fotografieregeln und dann auch noch darauf, wie dein Pferd posiert. Klingt ganz nach…? Überforderung. Achte lieber zu Anfang auf eins der angesprochenen Bildgestaltungsmittel. Natürliches Verhalten inklusive Kameraeinstellen kann schon einiges an Konzentration fordern. Vielleicht setzt du auch noch eine (von soviel möglichen) Fotografieregeln um. Aber ein ungeübtes Pferd noch in Pose schmeißen zu lassen, solltest du zunächst hinten anstellen. Erlerne erst die Kamera und Fotografieregeln und nutze das natürliche Verhalten.

Gute Reflexe sind nicht nur beim Reiten erwünscht

Einen schönen Moment zu erwischen, bedeutet, die richtige Millisekunde mit seinem Bild zu treffen. Dabei kann dir helfen, dass du dein Pferd kennst. Wenn du beispielsweise die Bocksprünge liebst und dein Liebling das immer die erste Minute auf der Koppel macht, sei bereit. Habe deine Kamera schon vorbereitet, bevor du dein Pferd frei lässt. Allein das Wissen über das Verhalten deines Pferdes kann dir helfen. Zudem hilft dir aber auch Erfahrung mit der Kamera. Je schneller du den Fokus richtig legst, umso eher kannst du den von dir erwünschten Moment erwischen.

Pferde bewegen sich nun mal

Beim Erwischen des richtigen Moments nutzen dir auch kurze Belichtungszeiten. Stelle zuerst 1/100 Sekunde bis 1/2000 Sekunde ein. Die untere Grenzen von 1/100 Sekunde hilft dabei, dass das Bild nicht verwischt, weil du minimale Bewegungen beim Knipsen machst. Je mehr sich dein Pferd bewegt, desto kürzer sollte deine Belichtungszeit werden. Natürlich geht es noch kürzer als 1/2000 Sekunde. Ich habe diese Grenzen gesetzt, weil du bei kürzeren Belichtungszeiten viel Licht brauchst und 1/2000 Sekunde schon kaum mehr Unschärfe durch zu schnelle Bewegung zulässt. Nutze die Verschlusszeit, um scharfe Bilder zu produzieren.

Welcher Tipp hat dir am meisten geholfen? Hast du einen weiteren Tipp?

Meine Tipps, die euch gebe, habe ich selber erst durch (lange) Erfahrung sammeln können. Deshalb freue ich mich immer, wenn ich helfen konnte und würde gern wissen, wie ich dir helfen konnte. Falls du einen weiteren Tipp hast, sind wir alle (auch ich) sehr dankbar darüber.