220 Kilometer warten darauf, erkundet zu werden. Mit der Sammelei von Stempel kannst du bis zu 3 Wanderpins ergattern. Heide, Wald und Wildtiere erwarten dich und deine Kamera (ob DSLR oder vom Handy). Trotzdem gibt es einige Erfahrungen, die, wenn du sie vor der Wanderung weißt, sie einfacher machen. Sie sind vor allem hilfreich, wenn du generell noch nie mit der Lüneburger Heide in Berührung gekommen bist. Unsere Erfahrung aus dem Bewandern des Heidschnuckenwegs im September 2020 stellen wir dir gern zur Verfügung – zusammengefasst in kurze Absätze und Tipps.


Weiterführende Beiträge:
  • Tipps, Tricks und Erfahrung rund um den Heidschnuckenweg [in Arbeit]
  • Gesammelte Tipps zur Planung von Fernwanderungen [in Arbeit]
  • Heidefotografie – Pro Foto und Natur [in Arbeit]

Unterteilt sind die Tipps in

  • Vorbereitungstipps,
  • Wandertipps,
  • Fototipps,
  • Erlebnistipps.

Tipps zum Wandern des Heidschnuckenwegs mit Hund findest du in dem Heidschnuckenweg-Tipp-Beitrag auf dem Tierblog der Rabaukenbande.

Vorbereitungstipps

Hotels zu Hauf? – Vorbereitungstipp #1

Hotels kannst du in den größeren Städten zu Hauf finden. In Bispingen haben wir zum Beispiel auch kurzfristig, am selben Tag noch ein Zimmer buchen können. Aber es gibt Gegenden, in denen nicht viele Hotels und Pensionen vorhanden sind. Wenn du dort nicht vorbuchst, bekommst du auch ein paar Wochen vor der Wanderung – besonders in der Heideblütezeit – dort kein Zimmer mehr. Somit ist die rechtzeitige Buchung von Unterkünften wichtig, wenn du nicht draußen schlafen möchtest.

Du kannst dich dafür auf der Webseite der Lüneburger Heide/ des Heidschnuckenweges erkundigen. In Wanderbüchern sind meist auch einige Unterkünfte aufgeführt oder du schaust dich auf unserer Liste der hundeerlaubendenen Unterkünfte [in Erstellung] um.

Mal schnell googeln? – Vorbereitungstipp #2

Lustigerweise hast du in der Heide meist sehr guten Handy- und Internetempfang und in den Dörfern dann keinen mehr. Wobei es auch Wegabschnitte durch die Natur auf dem Fernweg gibt, in denen du auch keinen Empfang hast. Du solltest dich also darauf vorbereiten, dass du eher keinen Empfang oder grottenschlechten als guten hast. Wir haben uns deshalb ein Wanderbuch zum Heidschnuckenweg gekauft und dieses mit für uns wichtigen Infos ergänzt. Damit bist du dann auf jeden Fall auf der sicheren Seite, dich auf der Wanderung zurechtzufinden.

Wandertipps

Tückischer Boden? – Wandertipp #1

Weg durch die Lüneburger Heide
Die Wege sehen manchmal einfacher aus, als sie vor allem trocken sind.

Heidesand ist schon besonderer Sand. Ich liebe ihn. Er erinnert mich immer an feinen Meersand. Deshalb habe ich sogar einen Song für ihn umgedichtet, der Daniel und Maja schon öfter auf den Nerv geht zwinkender Smilie. Genau diese Feinheit kann beim Wandern tückisch sein. Man kann im Heidesand richtig einsacken. Das passiert an trockenen Tagen am schnellsten. Außerdem gibt es Wege mit Sand- und Steingemisch, das schnell „rutschig“ bei Auf- und Abstieg wird. Natürlich gibt es keine solchen Höhenmeter wie auf Bergwanderwegen, aber die Bodenbeschaffenheit fordert etwas mehr Anstrengung, als man meist vorher denkt.

Rasten und Ausruhen? – Wandertipp #2

Es gibt circa alle ein bis zwei Kilometer eine Bank. In den Heideflächen trifft man öfter auf eine. Auf den Wegen rund um Soltau sind sie seltener. Bänke mit Tischen sind meist sehr idyllisch gelegen, sodass ein genauer Blick beim Wandern sie erst entdecken lässt. Aber einen Tipp wollen wir dir unbedingt geben, vor allem wenn du mit viel Gepäck wanderst: Nutze die Bank vor den Wäldern. In den Wäldern gibt es meist keine Bank oder nur sehr vereinzelt.

Schmetterling in der Heide
Bei so mancher Rast ruhen sich auch einige Schönheiten mit aus.

Übrigens wanderst du durch niedersächsische Natur und Wälder, Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete. Wenn du planst, auch mal draußen zu schlafen, solltest du dich mit den Gesetzen auseinandersetzen, was man denn überhaupt darf. Eine gute Alternative zum Wald sind private Gärten und Wiesen von Bauern- und Reiterhöfen. Uns wurden immer wieder nette Angebote gemacht, sodass wir denken, bei netter Nachfrage wirst du schon ein Plätzchen für dein Tarp oder Zelt finden.

Fotografietipps

Wildpferde sind ein Muss? – Fototipp #1

Dülmener Wildpferd grast in der Lünerburger Heide
Wir hatten sowohl bei den Pferden als auch den Heidschnucken Glück.

Die Wildpferde haben einen größeren, abgezäunten Bereich. Der Weg führt nur einmal daran vorbei. Wir hatten das Glück, dass die Wildpferde gleich am Ende der Zauns parat standen. Aber es kann auch möglich sein, dass du sie nicht siehst, wenn du den Weg am Zaun entlang gehst. Deshalb würde ich immer eine größere Pause vor Ort einplanen, damit du die Möglichkeit hast, sie bewundern und fotografieren zu können. Vor Ort gibt es am Weg, der am Zaun vorbeiführt, nur wenige Bänke. Eine Picknickdecke oder ähnliches hilft dir, falls die Bänke belegt sind.

Übrigens waren einige bei den Wildpferden überrascht, auch Daniel. Wieso? Das verrate ich dir nicht. Vielleicht bist du auch ein Pferdemensch wie ich und bist nicht überrascht, die Dülmener Pferde zu sehen. Für Menschen mit keinem Pferdebezug scheint diese bedrohte Haustierrasse aber meist einen Überraschungsmoment parat zu haben.

Heide aus allen Winkeln? – Fototipp #2

Ich lebe in der Lüneburger Heide. Ich bin oft wandern und was ich dabei von Fotografen und Wanderern sehe, lässt mir ab und zu die Hutschnur reißen. Wir wollen doch die schöne Natur festhalten und genießen. Also sollen wir sie auch schön lassen! Das bedeutet, man trampelt nicht durch die Heide und bleibt auf den Wegen. Es gibt genügend Winkel, dass man die Landschaft, Personen und Tiere schön in der Heide ablichten kann, während alle Beteiligten auf den Wegen bleiben. Bitte haltet euch dran. Im nördlichen Abschnitt des Heidschnuckenweges mussten sogar schon kleine Zäune errichtet werden mussten, um die Heide vor dem egoistischen Betreten der Besucher zu schützen. Eine Maßnahme, die eigentlich nicht nötig sein sollte.

Heidschnucken sind ein Muss? – Fototipp #3

Ob du Heidschnucken siehst oder nicht, kann zufallsabhängig sein. Wir haben uns auf den Zufall verlassen, da wir schon öfter Heidschnucken in der Heide gesehen haben. Hatten dann fast am Ende auch Glück, auf welche zu treffen. Wenn du unbedingt Heidschnucken sehen möchtest, kannst du dich über Eintriebe erkundigen. Die Schnucken werden dann in den Stall wieder geführt und du kannst sie dabei durch die Heide spazieren sehen.

Heidschnuckenherde in der Lüneburger Heide
Die Heidschnuckenherde kam überraschend, aber wir freuten uns sehr.

Erlebnistipps

Was für Parks gibt es?- Erlebnistipps #1

Der Heidschnuckenweg führt an einigen Parks vorbei. Sowohl Tierparks wie auch ein Freizeitpark liegen am Heidschnuckenweg. Wenn ihr sowieso eine Pause bei 220 Kilometer plant, kann es sinnvoll sein, in Parknähe diese zu verbringen. Wir brauchten an unserem Ruhetag zwar wirklich Pause, aber vielleicht siehst du und deine Wanderbegleitung das anders.

Reiter- und Bauernhöfe? – Erlebnistipps #2

Der Heidschnuckenweg führt durch ländliche Gebiete. Dort findest du Bauern- und Reiterhöfe. Viele von Ihnen bieten Ferienzimmer und -wohnungen an. Für zwei Nächte wegen einem Pausetag können diese Angebote trotz fehlendem Frühstück (viele Hotelzimmer werden mit Frühstück inkludiert angeboten) günstiger als die Hotels sein. Zudem hast du da auch die Möglichkeit auf dem Hof zu helfen, Longen- oder Reitstunden zu nehmen. Das wollte ich zunächst, aber am Ruhetag war Einkaufen dann doch schon genug Action lachender Smilie.

Welcher Tipp hat dir am meisten geholfen?

Hast du einen weiteren Tipp?

Wir hatten echt Spaß, den Heidschnuckenweg zu wandern. Wenn uns ein weiterer Tipp einfallen sollte, ergänzen wir ihn auf jeden Fall. Falls du noch eine Frage zu unserer Wanderung oder dem Heidschnuckenweg hast, melde dich gern bei info@maloutainment.de oder per Kontaktformular. Ansonsten wünsche ich dir eine schöne Wanderung auf dem Heidschnuckenweg!

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