Fotografie: 4 Basis-Tipps für Wasserfälle

Kreativ Fotografie DIY Buch Philosophie Blog Maloutainment - Tipps fuer Anfanger Fortgeschrittene Wasserfaelle Bayern Langzeitbelichtung Natur Wasser fotografieren

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Seltenes Bild bei meinen Wasserfallfotos – ein Hochformatbild.

Bäche, Seen und Flüsse zu fotografieren, ist schon meist anders, als mit kurzer Belichtungszeit „drauf zuhalten“ und sie abzulichten. Wasserfälle sind nochmal besonders. Ihre Schönheit auf Bilder zu bekommen, kann mindestens Fotografieanfänger vor Probleme stellen. Wenn du nun im Urlaub oder bei einem baldigen Ausflug schöne Erinnerungen mitnehmen möchtest, als mal einen Wasserfall fotografieren möchtest, leg ich dir die kommenden Tipps ans Herz.

Langzeitbelichtung nutzen

Um die Schönheit und die Bewegung von Wasserfällen aufzunehmen, bietet sich Langzeitbelichtung an. Das bedeutet, dass deine Kamera längere Zeit Licht (die Umgebung) auf den Sensor einfallen lässt und somit bewegte Objekte verschwimmen. Deshalb wird das herabfließende Wasser nicht knackig scharf auf dem Bild abgebildet. Somit hälst du die Bewegung auf dem Bild fest. Natürlich bewegt es sich wirklich nicht auf dem Bild (dafür brauchst du beispielsweise GIF), aber die Unschärfe des sich bewegenden Wassers lässt es so wirken.
Ich nutze meist 1 Sekunde und länger zur Belichtung. Wenn deine Kamera keine langen Belichtungen hergibt, dann kannst du auch mehrere Bilder fotografieren und sie übereinander legen. Damit kannst du auch so einen Effekt wie mit der Langzeitbelichtung erreichen.

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Langzeitbelichtung der Josefsthaler Wasserfälle | 35mm, f/16, 3 Sekunden (Entwicklung: Lightroom & Photoshop)

Nutze eine kleine Blendenöffnung

Je kleiner die Blendenöffnung (Achtung, die Zahl wird größer), umso tiefer wird die Schärfeebene. Mit großer Schärfentiefe wird oft in der Landschaftsfotografie gearbeitet und bietet sich auch für Wasserfälle an. Weil Wasserfälle meist breiter/tiefer sind, kannst du mit kleinerer Blendenöffnung den Verlauf besser abbilden. Denn dort, wo das Bild unscharf wird, wird der Blick abgelenket und auf die scharfen Bereiche gelenkt. Wenn du die Schärftentiefe also zu klein wählst, könnte es sein, dass der Wasserfall nicht in voller Gänze die Aufmerksamkeit des Betrachter bekommt.

Bildkomposition überlegen

Bei Langzeitbelichtungen nimmst du dir die Zeit, lange zu belichten. Somit musst du nicht den perfekten, kurzen Moment erwischen (wie beispielsweise beim Tier in Bewegung), sondern solltest dir vorher überlegen, wie dein Motiv gut wirkt, um nicht unnötig Zeit in die Aufnahmen investiert zu haben. Beim Erstellen des Bildes kannst du überlegen, was du alles von dem Goldenen Schnitt, der Fibonacci Spirale, „leitenden“ Linien, Drittelregeln und Symmetrie beachten willst/solltest. Außerdem solltest du dir auch zu Anfang überlegt haben, ob du Quer- oder Hochformat nutzen willst.

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Bei den Kuhflucht Wasserfällen. | 35mm, f/16, 4 Sekunden (Entwicklung: Lightroom & Photoshop)

Morgens oder abends unterwegs sein

Bei Wasserfallfotografie kann es, wenn du Langzeitbelichtung nutzt, schnell zur Überbelichtung kommen. Der Tipp der kleineren Blendenöffnung wirkt dem entgegen, aber ich belichte bei Wasserfällen immer mehrere Sekunden und da kann ich manchmal mit Blendenänderung auch nicht komplett der Überbelichtung entgegenwirken. Somit suche ich mir Zeiten aus, zu denen die Helligkeit nicht zu groß ist. Deshalb gebe ich dir auch den Tipp, dass du lieber abends oder morgens unterwegs sein solltest. Das hat auch einen weiteren Vorteil: Es sind viel weniger Menschen unterwegs, die durch deine Bilder laufen könnten.

Viel Spaß beim Fotografieren!

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